Doch erst zwischen 1520 und 1530 begann die Besiedlung von
Honduras durch die Spanier. Honduras gehörte dann zum
Generalkonsulat Guatemala. Erst am 15. September 1821 erklärten
die spanischen Provinzen (auch Honduras) die Unabhängigkeit von
Spanien. Den Ruf einer typischen Banananrepublik erhielt Honduras
erst Anfang dieses Jahrhunderts als große amerikanische Firmen ein
Zehntel der landwirtschaftlichen Fläche des Landes besaßen und
Bananen anbauten. Diese Bananenfirman übernahmen durch ihre
Finanzkraft die Gewalt im Lande. Die Schaffung eines modernen
Staatsapparates, wie es viele gut gewillte Politiker in diesen Jahren
versuchten, war unter diesen Umständen nicht durchführbar.
Ende der 40er Jahre brachen die Diktaturen aller zentralamerikanischen Staaten
zusammen. Die gesellschaftliche Entwicklung wurde durch das Erstarken der
Gewerkschaften vorangetrieben. Dies machte 1957 eine erste Reformregierung unter
Ramon Morales möglich. Der sogenannte "Fußballkrieg" zwischen El Salvator und
Honduras brachte dem Lande 1969 eine traurige Berühmtheit ein. Heute ist die
Demokratie aber gefestigt. Trotzdem ist das Land eines der ärmsten Mittelamerikas mit
über 30% Analphabeten in der Bevölkerung.